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Benetzung

In der Klebeindustrie muss auf die Benetzbarkeit eines Fügeteils geachtet werden. Als Benetzung bezeichnet man die Bildung einer Kontaktfläche zwischen dem Klebstoff und dem Fügeteil. Das Ausmaß der Benetzung ist abhängig von der Art des Klebstoffes sowie der Beschaffenheit der Fügeteiloberfläche, wie z. B. deren chemischer Zusammensetzung und Rauheit.

Viele funktionale Eigenschaften von Fügeteiloberflächen hängen maßgeblich von deren Benetzbarkeit ab. Beispiele für derartige funktionale Eigenschaften sind die Fähigkeit zur Selbstreinigung, die Verhinderung von Verunreinigung, Eisbildung und Beschlagen mit Feuchtigkeit sowie die Verwendbarkeit für die Reinigung von Wasser, für die Trennung von Wasser-Öl-Gemischen und für Wassergewinnung durch Kondensation von Luftfeuchtigkeit.

Das Ausmaß von Benetzung wird häufig durch den Kontaktwinkel bestimmt. Es werden folgende Fälle unterschieden:

  • Von Nichtbenetzung spricht man, wenn der Kontaktwinkel größer als 90° ist. Die Flüssigkeit auf der Festkörperoberfläche zieht sich zu einem fast kugelförmigen Tropfen zusammen.
  • Von partieller Benetzung spricht man, wenn der Kontaktwinkel größer 0° und kleiner 90° ist. Die Flüssigkeit auf der Oberfläche bildet eine runde Haube.
  • Von vollständiger Benetzung spricht man, wenn sich die Flüssigkeit auf der Festkörperoberfläche in Form eines flachen Films ausbreitet. Dieses Szenario entspricht einem makroskopischen Kontaktwinkel von 0°.

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